Pfingsten in der Villa

 

Es ist Donnerstagabend und der Lange Peter schlägt bei mir auf. Nach kurzer Begrüßung gab es erst einmal einen schönen Havanna. Da Peter etwas Hunger verspürte machten wir uns noch schön Bratkartoffeln mit Spiegelei. Nachdem wir satt waren, schauten wir uns noch den Kultfilm " Mit Herz und Hand " an. Bei Peter kam die eine oder andere Träne......vor allem bei unserem beliebten und waren Satz" Unter 5 Minuten Vollgas erlebst du mehr als so mancher in seinem ganzen Leben. " Wie war, wie war. Gegen 0 Uhr ging es in die Kiste,  da wir sehr früh aufstehen und los wollten.
Freitag 5:30 Uhr..... ohne Wecker waren wir fast gleichzeitig wach.....wohl die Freude auf den Tag. Nach dem Frühstück gegen 7 Uhr ging es endlich los und wir trafen gegen 10:30 Uhr in der Villa Löwenherz ein. Nach einer herzlichen Begrüßung bezogen wir das Zimmer Belgien und nahmen ein zweites Frühstück ein.
Im Anschluss zogen wir uns um und bestiegen unsere Mopeds um zum Herkules nach Kassel zu fahren. Nach 15 km auf einer schönen leicht kurvigen Landstraße war der Lange plötzlich und völlig unerwartet......von der Bildfläche verschwunden. Ich fuhr zurück und sah Peter hektisch am Arme wedeln......ich konnte mein Grinsen kaum im Zaume halten....sie spuckt und rotzt....ich schau mal nach der Kerze und den Kontakten.....war die kurze Erklärung vom Langen. Seit Jahren versuchen wir nun dem Langen zu überzeugen ein kontaktlose Zündung zu verbauen.....ohne Erfolg. Ups, Bleifaden ohne Blei und Kontakt gewechselt. Peters Aussage war dann noch " War wohl noch Erstsprit drin." Da kamen wir aus dem Lachen nicht mehr heraus. Nach 30 Minuten ging es weiter. Am Herkules mit der Hercules und Kreidler angekommen. Wir bestiegen den Turm und genossen die herrliche Aussicht. Im Café brauchte Peter wie immer zwei Stück Schwarzwälder Kirschtorte. Nachdem wir die ausgiebige Pause beendeten fuhren wir wieder Richtung Lauenförde um irgendwo noch ein Eis zu essen.  Auf einem Bauernhof in Hofgeismar gab es Eis.... die Bäuerin sah unsere Mopeds und sagte....so eine steht noch in der Scheune....natürlich war ich nicht mehr zu halten um sie zu sehen. Gegen 18 Uhr waren wir mit 150 km wieder zurück. Der Abend war klasse auch die Holländer (Ducati-Holland) war mit seiner Truppe da. Halb Eins sahen wir die Koje.
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Um 7 Uhr weckte uns das Schnarchkonzert der Mecklenburger Jungs im Bettenlager.  Super Frühstück wie immer mit allem was das Herz erwünscht.
Tja.... erste Wartung an der Kreidler Abfahrtskontrolle :-) Kerze und Kontakte....dann ging es los Richtung Kaufungen zu Ebi über super schöne Nebenstrecken. Richtig schöne Bergab-Passagen mit langen Kurven ließen meine Gashand nicht das Gas zurück nehmen und die 111,4 km/h standen auf dem Tacho. Im Ort wartend sagte Peter er braucht einen Baum ;-) ok dann mal los.......ups, Kupplungszug gerissen. Hier meine Selbstanzeige (soll ich so schreiben sagt Peter) meine Hercules hat eine Panne. Bei der Reparatur hielt? ein Fahrzeug an und wir kamen in ein klasse Gespräch. Der ältere Herr......unser alter.....hatte eine 72er Kreidler RS aufgebaut und noch kleine Probleme die Peter mit Tipps und Tricks die er wissbegierig und dankend aufnahm nahe brachte. Er schoss Fotos und wir tauschten uns aus. Mit einem strahlenden Gesicht verabschiedete er sich. Nachdem alles repariert war ging es weiter und wir hielten wieder bei einer Bäckerei an....da wurden wir von mehreren Personen angesprochen ( Dreigang Kreidler und 110 km/h) Naja rein zum Bäcker und es gab.... klar Kaffee und Kuchen.  Gegen 13:20 Uhr trafen wir bei Ebi ein und Peter führte erneut eine Wartung durch. Super Gastfreundschaft vom Ebi um 15 Uhr ging es weiter Richtung Witzenhausen über Ebis Haus?strecke......megaschöne Kurven. In Witzenhausen verabschiedeten wir uns und führen Richtung Villa. Doch nach kurzer Zeit hustete und spuckte die Kreidler mal wieder.  Kontakte erneut eingestellt und weiter ging es. Um 17 Uhr müssten wie wieder einen Stopp einlegen und dieses Mal nahmen wir den Vergaser auseinander.....da dieser Schluckauf Probleme aufzeigte und beim Sichten war da viel Moke in der Schwimmerkammer ..... wohl noch Zündappteile von der Bayerntour 2012....grins....Als alles zusammen war mussten wir uns sputen, da der Himmel immer dunkler wurde. Den Regen jagten wir vor uns her und kamen um 18:15 Uhr pünktlich zum Essen in der Villa Löwenherz an.
Ein schöner Abend mit vielen interessanten Gesprächen ging zu Ende.

Sonntag, wie immer reichliches Frühstück eingenommen und gegen 10 Uhr wollten wir Richtung Diemelsee fahren. In der Nacht zuvor kam Peter ein Gedanke, den er morgens dann auch gleich umsetzte. Und tatsächlich, an der Zündspule war ein Kabelschuh etwas aufgegangen (losgejackelt), so dass dieser bei hoher Drehzahl nicht den richtigen Kontakt aufwies und so die Zündaussetzer erklärte. Fehler erkannt, Fehler gebannt.......danach lief sie wie Peter immer sagt “ wie geschnitten Brot."  Über kurvenreiche Straßen fuhren wir gemütlich und hielten in Brilon, da wir von weitem einen Turm sahen und diesen besichtigen wollten. In der Innenstadt hielten wir an einem Café und erfragte den Weg zum Turm und genossen einen Tee und Kaffee.
Zum Turm verlief ein schmaler Weg der in Wellenform gerade nach oben führte. Am Turm angekommen hatten wir dank der klaren Sicht eine wunderschöne Aussicht. Der Turm war nicht verschlossen, so nahmen wir auch diese Strapazen auf uns und drehten uns im inneren nach oben hoch machten Fotos und verewigten uns auf den Zink Dach.
Die Abfahrt war rasant und es ging weiter Richtung Diemelsee. Am Diemelsee angekommen flanierten wir den mit Sicherheit 150m langen Parkplatz im Schritttempo entlang und genossen die Blicke der anderen Zweiradfahrer. Kaum abgestellt wurden wir auch gleich belagert und hörten die üblichen Sprüche......geil.....hatte ich auch mal usw. Wir holten uns eine Bratwurst und einen Kaffee, saßen nicht mal richtig als wir von einem älteren Herrn angesprochen wurden. Es war ein Bekannter aus der Moped Szene aus Butzbach der sich zu uns setzte und uns auch zu sich einladen wollte. Leider hatten wir durch unsere lange Rückfahrt, die dann sicherlich min. 2 Stunden mehr dauern würde, nicht die Zeit. Nach dem Plausch ging es dann weiter Richtung Warburg......hm.....verfahren...quatsch ...andere Strecke und die war wunderbar. Die Straße war nicht so der Hit aber über den Berg durch den Wald ca. 10 km waren schon herrlich zu fahren mit schönen Kurven. In einem Ort angekommen pausierten wir erstmal auf einer Bank und hörten aus dem Ort (Schützenfest) das Rumtata des Spielmannszuges. Zwei Jungs die an uns vorbei schlenderten sahen sich unsere Mopeds erstaunt an und ich konnte mir meinen Spruch nicht verkneifen......"Jungs, da ward ihr noch nicht geboren".......Ich weiß...erwiderte der eine und wir lachten allesamt. Der Tag war fast rum, Peters Rakete zeigte keine Mucken und so fuhren wir über klasse Strecken Richtung Beverungen. Die Bundesstraße zwischen Dallhausen und Beverungen saugte uns regelrecht an und der Kopf ging nicht tiefer als die Tankoberkante....wie gesagt....Bergab elendig lang.....Vollgas......geil......Zum Abschluss ein Eis? Klar.....ab zur Eisdiele ...Spagetti Eis vom Feinsten.......und viele Blicke erhascht zum Abschluss. 185 km ohne schrauben an der RS.....Daumen hoch an die 68 Kreidler.  Unsere Mopeds luden wir direkt nach dem ankommen an der Villa ein. Duschen, Abendessen, Alster trinken, Benzingespräche wie die Tage zuvor und Winsener Motorradfahrer kennengelernt. Die Welt ist klein und man kannte Personen aus seiner Jugend sowie die Örtlichkeiten....die Welt ist ein Dorf.....grins. Der Abend ging Klasse zuende, nur waren wir traurig das das Pfingstwochenende bereits vorbei war.
Montagmorgen nach dem Frühstück verabschiedeten wir uns von den Gastgebern (Villa Löwenherz) und buchten bereits erneut für den 09.10.2015 zur Schnapsglastreffen Betten.


Gruß....der Lange Peter und Thomas (Gonzo)