Saarlandtour 2011

Am 25.08.2011 gegen 5 Uhr rasselte mein Wecker. Klasse dachte ich, nun war es endlich soweit. Ich Thomas (Hercules K 50 RL 1975) wollte mich mit den Hamburger Jungs, Harald (Zündapp K 80 1980), Peter (Kreidler Florett RS 1968), sowie Bernd (Kreidler Florett RS 1975) in Bergen auf der Tanke um 7:15 Uhr treffen. Ein Anruf von Harald gegen 6:20 Uhr zog mich etwas runter, da sie jetzt er los seien, da Bernd mit seiner Kreidler in eine Verkehrskontrolle geraten war. Sie sei „zu laut“...... sagte der Uniformierte Wichtigtuer der am Straßenrand heftigst mit der Kelle am winken war, die vorbei dröhnende Harley Davidson interessierte ihn nicht. Nach ca. 45 Min. ging es nun für Bernd weiter, so dass sie alle gegen 7:50 Uhr an der Tanke ankamen. Das Wetter war gnädig, kein Regen und die Temperatur war auch ok. Nach einer Raucherpause einem Kaffee und einer Bockwurst fuhren wir nach Wietze zu Jürgen (Zündapp KS 50 1977) und Tanja (Hercules SB1 1972 auf dem Anhänger) weiter, wo wir gegen 9 Uhr eintrafen. Dort angekommen wurden wir bereits erwartet und herzlich Willkommen geheißen. Der Kaffee war lecker und wir wollten gegen 9:30 Uhr starten. Joachim (Hercules K 50 RL 1976) war bereits vor Ort, da er ebenfalls Wietzer ist. Wir warteten auf Kalle aus Verden (Hercules Ultra 80) der kurioser Weise nicht auf eigener Achse ankam. Er trudelte mit einem Transporter ein. Auf Nachfrage sagte Kalle trocken „Er müsse ja noch seiner Frau div. Anweisungen geben“. Wir fragten uns eh, wie er das so alles händelt, da er 120 Milchkühe zu Hause stehen hat. Tanja fuhr den Polo mit Anhänger auf dem zur Not ein Fahrzeug bei einem Schaden platz hat. Kurz nach 10 Uhr ging es endlich los.
Unser erstes Ziel war der Parkplatz oben am Nienstedter Pass kurz hinter Barsinghausen. Nach ca. 1 Stunde erreichten wir den Nienstedter Pass. Nach der ersten Steigung kam das Gefälle, so dass der Parkplatz einfach an uns vorbei flog. Unten im Tal angekommen machten wir unsere erste Rast an einer Bushaltestelle. Gemeinsam fuhren wir weiter, vor Hameln hatten wir uns schon wieder verloren, da DIE anderen anders abgebogen waren.......komisch nur, sie kamen vor uns an. Bei Bernd (Hercules K 50 RL 19..) in Lachem haben wir einen Kaffee getrunken, er stand noch in Jeanshose und Schlappen da und den ersten Aufguss hatte er bereits weggekippt, da er uns ab 11 Uhr erwartet hatte. Nach 12:30 Uhr fuhren wir gemeinsam weiter doch nach Salzkotten trennten sich erneut unsere Wege, weil wir das Vollgasfahren nicht sein lassen konnten. Mein Navi verabschiedete sich. (Im nach hinein stellte ich fest, dass die Kabel durch die vielen Regenfahrten korrodiert waren). Nach unser Irrfahrt hielt Kalle wie ein alter Germane auf einem Kreisel mit seiner Ultra an und hielt Ausschau. Mit 5 Mann schauten wir ins Kartenmaterial und entschieden uns für den Weg Richtung Westen, was uns auch wieder auf die richtige Route brachte. Nach telefonischer Absprache fanden wir uns dann doch noch wieder. Ist auch nicht einfach mit 8 Mopeds und einem PKW mit Anhänger gleichmäßig zu fahren. So langsam wurden die Berge höher und so manches Mal waren die Drehzahlen im Nirvana, zum Glück ging es auch wieder Bergab. Kopf runter, tief eingeatmet, nicht mehr geatmet und ab durch die Kurven. Was für eine geile Ecke im Hochsauerlandkreis. Eine Stunde später waren wir dann in unserem Quartier angekommen. Natürlich hatten wir durch die schnelle Fahrt die anderen verloren aber nach einer Bierlänge kamen auch sie mit strahlenden Gesichtern an. Der Gasthof Drei Eichen in Gernsdorf war super, die Zimmer waren klasse und das Essen war üppig. Diesen Gasthof kann man blind weiterempfehlen. Gegen 22 Uhr haben wir uns gegenseitig verabschiedet und haben allesamt gut geschlafen.

26.08.2011

Die Nacht war ruhig bis 6:30 Uhr als uns die Dorfglocke aus dem Schlaf riss. Gegen 8 Uhr trafen wir uns zum gemeinsamen Frühstück. Peter fehlte, denn er war am schrauben. Seine Kontaktzündung spuckte im 4 und 5 Gang. Gegen halb 10 Uhr setzten wir unsere Tour weiter fort. Ca. 1 Stunde später fiel die Zündapp von Jürgen mit Motorschaden aus. Schade, da Jürgen den Motor erst erneuert hatte und dieser gerade mal 1000 km gefahren wurde. Zum Glück hatten Jürgen seinen Anhänger mit, so wurde die Zündapp kurzerhand auf dem Anhänger verzurrt. Kalle der Schelm hatte rotes Isolierband dabei, dieses wurde neben Jürgens Nicknamen K50Bruno auf der Heckscheibe als Zeichen des Totalausfalles mit einem Kreuz gekennzeichnet. Die Fahrt ging weiter bis zum Flughafen Hahn, bis dahin war die Strecke lang mit schönen Erhöhungen. Dort kamen wir aber auf der vorgesehenen Strecke nicht weiter, da der Flughafen dieses Teilstück auf Dauer voll gesperrt hatte. Die Umleitung führte uns über sehr kurvenreiche und steile Strecken. Unglaubliche Spitzkehren die nur im ersten Gang genommen werden konnten. Oben angekommen fehlte Joachim mit seiner RL. Peter wäre Joachim fast noch ins Hinterrad gefahren, da Joachims Motor kurzfristig fest ging. Leider hatte der Motor keine Kompression mehr. Nach einem Telefonat mit Werner (Werni), der das Treffen organisiert, besorgte kurzerhand einen Bus und holte die wartenden ab. Auch hinter Joachims Namen klebten wir ein rotes Kreuz auf die Heckscheibe. Da es sich sehr bedrohlich am Himmel zuzog, zogen wir Regenkleidung an und begaben uns auf den Weg. Sehr starker Wind von der Seite und Platzregen erschwerte die Weiterfahrt. Eine Stunde weiter fiel nun auch noch die Kreidler von Bernd aus. Da er einen offenen Luftfilter hat, nahmen wir an, dass sich Wasser im Vergaser befand. Im strömenden Regen nahm Bernd und Peter den Vergaser in seine Bestandteile auseinander und sie fanden tatsächlich einen Tropfen Wasser. Nach dem Zusammenbau gaben wir wieder mächtig Gas. Bernd schickten wir vor, da Bernd nicht ganz so schnell fuhr, er mag es eher sehr sicher. Wir versuchten ihn einzuholen, nur ging die Kreidler nach ca. 10 km wieder aus. Es wurde geschraubt und der Fehler gefunden, dass Totmacherkabel hatte sich blank gescheuert und kam gegen die Kupplungsfeder. Durch unsere Heizerei hatten wir auch noch die richtige Ausfahrt verpasst und versuchten über Telefon (mit Werni) unseren Standpunkt festzustellen, was aber nicht gelang.
Nach einer sehr, sehr sehr langen Irrfahrt, entschieden wir uns auf die Autobahn zu begeben, um ans Ziel zu kommen. Juhu 60 km bis Saarlouis stand auf dem Schild, also Kopf auf den Tank und Vollgas. Es ging auch eine Weile gut, bis bei mir bei 94km/h auf der rechten Spur der Motor wegen Spritmangels ausging. Mein rechter Arm schnellte in die Höhe als auch schon links und rechts an mir Harald und Kalle vorbeischossen . Auf dem Standstreifen beim Ausrollen legte ich den Sprithahn auf Reserve, ließ sie langsam kommen und merkte wie sie wieder voll da war. Also Kopf wieder auf den Tank und Vollgas. Ich signalisierte das wir dringend Tanken müssen. Nach kurzem Kopfnicken von Harald ging es wieder, wie soll es auch anders sein, mit Vollgas weiter. Leider war die nächste Ausfahrt ca. 10 km entfernt und meine Hercules meinte sie müsse 200 m vor der Ausfahrt nun endgültig aus gehen. Rollender Weise bis zur Insel der Autobahnzufahrt. Nach kurzem auf die Seite legen und etwas Sprit von Kalle, schaffte ich die restlichen 1000 m bis zur Tankstelle. Der lange Peter und Bernd hatten meinen Aussetzer nicht mitbekommen und fuhren auf der Autobahn weiter. Nass aber glücklich kamen wir in Beckingen an und wurden von allen herzlich Willkommen geheißen. An diesem Tage hörte es nicht auf zu regnen und der schöne Rasenplatz verwandelte sich in kürzester Zeit zum Schlammplatz. Die Freiwillige Feuerwehr hatte zum Glück ein großes Zelt aufgebaut, unter dem wir unser erstes Bier und leckeres Schwenkfleisch und Würstchen aßen. Es wurde sehr spät, wir ließen unsere ersten Eindrücke Revue passieren. Ein Kurbelwellenschaden an der Zündapp von Jürgen und ein Kolbenfresser an Joachims Hercules. Bernd, der langsamste unserer Fahrer war der erste beim Treffen..........Hase und Igel sage ich nur. Es wurde viel gelacht und wir waren froh am Ende des Abends in das lang ersehnte Bett zu fallen.

27.08.2011

Gegen 8 Uhr gab es Frühstück und es kamen alle Geschichten des Vortages auf den Tisch. Ab 10 Uhr setzte der Dauerregen wieder ein. Wir soffen regelrecht auf dem Platz ab, es sah eher aus wie in Wacken bei Regen. Trotz alle dem waren ca. 50 Mopeds mit ihren Fahrern erschienen. Axel stand mit 3 Mopeds vor Ort da. Eine Kreidler Mustang Eiertank Van Veen, eine Kreidler Cross Van Veen, sowie eine Kreidler Rennmaschine natürlich mit Van Veen Motor, die er ab und an startete. Der Wettergott meinte es dann doch noch gut mit uns und der Regen ließ nach, sogar die Sonne ließ sich sehen. Der Tuner Rudi Rupp stand mit seinen Rennmaschinen und seinem Eigenbau einer BMW mit Sternmotor vor Ort.
Nach einem kurzen beschnuppern und Fragen zu dem Sternmotor kam Harald mit Rudi ins Gespräch. Der Sternmotor besteht aus 6 Stück 2-Takt Flugmodellmotoren. Andere Motoren kamen für Rudi nicht in Frage. Er strahlte richtig als er mir mitteilte das er nur 2-Takter liebt. Am Besten kleinen Hubraum, denn den Sound liebt er so sehr. Sein größtes Hobby sind Auspuffanlagen. Dann erzählte die Odyssee über den BMW Rahmen in dem der Sternmotor eingebaut ist. Das Motorrad kam aus der Schweiz, komplett mit Papieren. Als er dann das Motorrad hier anmelden wollte stimmten die Papiere nicht mit dem Rahmen überein. Über ein Jahr hat er versucht den ehemaligen Besitzer zu erreichen aber es klappte nie, denn der wohnte wie sich herausstellte in Thailand. Nun, danach hatte er die Nase voll und machte daraus das Rennmotorrad, welches noch im Aufbau ist. Der Mann ist ein toller Typ!! Meine Hochachtung

Da Joachims Zylinder das Zeitliche gesegnet hatte musste ein neuer her. Werni ließ Jürgen, Joachim und mich in seine Heiligen Hallen und zauberte einen neuen Mahle Zylinder mit passenden Kolben und Ringen aus dem Ärmel. Jürgen schaffte es auch die RL bis zur Ausfahrt 12:45 Uhr zum laufen zu bekommen. Joachim machte diese aber nicht mit, da sie erst einmal eingefahren werden sollte.....machte ja auch Sinn.
Pünktlich um 12:45 Uhr begann die Ausfahrt und uns wurde sogar Sonnenschein in Saarlouis versprochen, dass haben die Jungs mit Absicht gesagt, da wir eine richtige Regenhusche auf dem Weg dorthin abbekommen haben. Auf dem kleinen Marktplatz in Saarlouis stellten wir unsere Mopeds bei Sonnenschein für ca. 1,5 Stunden ab. Jede Menge Schaulustige strömten zu den Mopeds und bei einigen kamen die Jugendzeiten zurück, ein „die hab ich auch gehabt oder die hab ich damals in den Schrott gestellt“ war viel zu hören. Um 15 Uhr starteten wir wieder und fuhren zum Treffen zurück. Die Ausfahrt war trotz des kurzen aber heftigen Regenschauer sehr schön. Das Treffen war bestens organisiert, leckeres Schwenkfleisch zu super Preisen. Die Teilehändler waren gut bestückt und so manches gebrauchte Teil wurde kurzer Hand gekauft oder gar gleich verbaut. Der Platz lichtete sich zum Abend und das Lagerfeuer wurde angezündet und die Fete des harten Kerns ging los. Um 03:30 Uhr verließ der letzte den Platz (Kalle und Gonzo) und somit ging trotz ständigem Regen ein wundervoller organisierter Tag zu Ende.

28.08.2011

Wie schon die Tage zuvor......8 Uhr Frühstück, kein Regen. Tatsächlich kam die Sonne raus und der Platz füllte sich mit vielen Interessierten. Um die Mittagszeit fuhren die Nordlichter, angeführt von Diddi, Jürgen, Eugen, Andreas und seinem Kumpel zur Saarschleife. Natürlich haben wir, wie solls auch anders sein, die richtige Ausfahrt verpasst, da der Kopf tief auf dem Tank angesaugt wurde. Also bei einer bestimmten Neigung des Kopfes schaltet sich das Hirn aus. Die Saarschleife präsentierte sich bei schönstem Sonnenschein und alle waren glücklich. Gegen 18 Uhr war Werni´s Challenge leider schon zu Ende. Die Aufräumarbeiten waren voll im Gange. Rudi Rupp schob seine Aprillia Renner in seinen alten Transporter. Ich bot ihm meine Hilfe an und er stimmte zu. Mensch mit so einem Tunergott gemeinsam in aller Ruhe über Privates quatschen. Was soll ich sagen, er hat mir tolle Geschichten seines nunmehr 73 jährigen Lebens erzählt. Die gemütliche Fahrt zu ihm nach Hause war mehr als ruhig. Bei ihm angekommen zeigte er mir „ich sage mal „ seine Heiligen Hallen. Er ist Spezi im Auspuffbau, so wie Rudi sagte, holt er 20 PS nur mit dem Auspuff heraus. Sein Kellerraum war mit unzähligen Prototypen versehen. So einen Zweitaktverrückten habe ich noch nie erlebt. Selbst mit seinen jungen 73 Jahren kennt er kein Ende. Eine 350 ccm Maico Rennmaschine hat er gerade im Aufbau und wohl auch unzählige andere Projekte. Schön auch so einen Menschen kennengelernt zu haben. Über seine Unterschrift auf unseren Kutten bin ich Stolz. (Foto von meiner Kutte) Seine Aussage war nur „ Ich hab noch nie ein Autogramm gegeben“. Die Nordlichter haben alle eins bekommen. Dank Dir Rudi und bleib uns noch lange erhalten. Ich freue mich schon deinen Sternmotor in Aktion zu erleben.
Gegen 20 Uhr wollten Werni uns zum Essen abholen, dieses verzögerte sich etwas, da Rudi noch eine Runde ausgab. Ist schon ein toller Typ.
In Dillingen schlugen wir uns im Nudelrestaurant den Bauch voll. Es war ein super Abschluss und super Treffen. Am Abend trafen wir uns noch alle und besprachen das weitere vorgehen am nächsten Tag. Dabei wurde beschlossen, dass der Polo mit Anhänger vorfahren sollte, Joachim mit dem neuen Zylinder und Bernd dahinter.

29.08.2011

Morgens um 5 Uhr hörte ich wie Kalle sein Moped vom Hof schob, sie an der Straße anschmiss und losfuhr. Er hatte am Abend zuvor gesagt, dass er sich in aller früh auf den Weg machen werde, da er zu einer Geburtstagsfeier am Abend eingeladen war. Er meldete sich noch am Abend bei uns und hatte über 600km am Stück zurückgelegt ohne Probleme.
Nachdem wir um 8 Uhr gefrühstückt hatten verabschiedeten wir uns von unserer Freunden und fuhren gemeinsam wie besprochen los. Unser Vorhaben gesittet hintereinander herzufahren scheiterte kläglich bei Trier, da die Hercules von Bernd dermaßen qualmte und wir dahinter fast in Ohnmacht fielen. Wie sollte es auch anders sein, Bernd, Harald, Peter und ich entschieden uns Meter zu machen. Unsere Unterkunft war noch 400 km weit entfernt. Als wir die Mosel linksseitig befuhren riss bei dem Ort Mehringen mein Gaszug, der aber in kürzester Zeit ausgetauscht wurde. Peter und Bernd hieß es wieder einzuholen, da bekanntlich etwas aussetzt wenn der Kopf auf dem Tank liegt. Als wir uns in Cochem einen Kaffee gönnten, trudelten unsere Nachzügler ebenfalls ein. Wir aßen eine Kleinigkeit zusammen und machten uns erneut auf dem Weg. Traumhafte Kurven, hervorragende Gefälle super Autofahrer die uns Windschatten gaben und dann vorbeiließen. Wie sagte Harald :“Thomas und Peter seien SIGMA geschädigt“. Ich gebe zu richtig viel von der Landschaft hab ich nicht gesehen, außer bei den Pausen oder der langgezogenen Kurven. Bei Siegen machten wir den nächsten zwingenden Tankstopp, da Drehzahl Futter braucht, meinte Peter. Ich wollte noch schnell meine Moped vom Saarlandschmutz befreien nahm den Hochdruckreiniger und was kam heraus, nur Reinigungsmittel um den Dreck einzuweichen; solch ein Mist (Foto von Jürgen)...... Nach einem Telefonat mit Jürgen stellten wir fest, dass wir 1 Stunde herausgefahren hatten, nach 150 km. Bernd war leider nicht mehr fähig weiter zu fahren, da er sich wohl mächtig Zug zugezogen hatte. Steifer Hals geht gar nicht beim Fahren und sie kamen trotz der Probleme noch zu uns. Bernd konnte nicht widerstehen, an der Heckscheibe vom Polo den Namen von Bernd (Ovali) mit Klebeband negativ zu kennzeichnen. Bernd´s Blick sprach Bände, wenn er gekonnt hätte, hätte er wohl zumindest einen Spruch gelassen. Sie nahmen sich in unserer ersten Unterkunft in Willnsdorf erneut Zimmer. Wir nahmen unser Gepäck auf und fuhren die restlichen 120 km zur Unterkunft die von mir gebucht war. Harald sagte noch: „ Nun sind wir nicht mehr so schnell“, hat er gedacht aber das war eine Ente. Dies erwies sich Nähe Nuttlar in einer Mega langgezogenen Rechtskurve bei 14% Gefälle. Ich weiß nicht warum man in einer langezogenen Kurve mit extrem positiven Gefälle, ein 50 ccm Kreidler (68er RS) und meiner Hercules (K 50 RL) in unglaublicher Schräglage Gladiatorengleich im Synchronflug locker mit 116 km/h den Berg herunterfährt. Wir schenkten uns nichts und bekamen die letzten 30 km unser Grinsen auch nicht mehr aus dem Gesicht. In Büren zum Tannenhof angekommen, bezogen wir unsere Zimmer und unsere Mopeds bekamen extra einen freigeräumten Platz in der Garage. Die Zimmer, dass Bier, dass Essen waren einsame Spitze, da wir dachten es sei nicht mehr zu toppen, da die anderen Übernachtungsmöglichkeiten auf dem Hinweg bestens waren. Die Nacht kam schnell, völlig im Eimer teilte ich mir das Zimmer mit Harald. Mein lieber Freund die Nacht war hart, da Harald nicht nur gefühlte 15 Sekunden Zündaussetzer hatte, sondern sein Luftfilter wohl abgefallen sein musste. Junge, Junge was für Ansauggeräusche. Bin aber vor Müdigkeit eingeschlafen.

29.08.2011

Moin Moin, der Wecker rappelte gegen 7 Uhr und die Sonne schien schon. Gegen 8 Uhr ging es wieder los. Ich hatte noch ca. 270 km und die Hamburger min. 330 km vor sich. Die Fahrt wurde wieder langsamer, da in der Norddeutschen Tiefebene mehr Wind von vorn kam. In Ostenholz trennten sich unsere Wege und alle kamen gesund und munter zu Hause an. Mensch was war das ein Abenteuer. Normaler Weise müsste ich meine Hercules in alle Einzelteile zerlegen, da ich bestimmt nicht alles aus dem Saarland (Saarlandschlamm) losgeworden bin. Ich kann nur wieder sagen, es war ein schönes Erlebnis mit guten Freunden eine Tour zu guten Freunden zu fahren, natürlich ist es ärgerlich, wenn ein Moped auf der Strecke bleibt. Noch schöner dann, wenn einem geholfen wird, ohne wenn und aber.

Dir Werni ein riesigen Dank für die Organisation, Dir Ulla einen noch größeren Dank, dass du so hinter Werni und uns stehst. Danke an alle helfende Hände, ohne die dieses tolle Treffen gar nicht möglich gewesen wäre. Jürgen und Tanja für das Schleppen unserer Gepäckstücke im Polo. Dank dir Peter für das ständige Windschattenrennen. Ich freue mich auf das nächste Jahr, hab gehört, dass die Bayern ihr Treffen haben........sicher wieder auf eigener Achse, mit Bericht ist doch klar.

Ich verbleibe und wünsche in der nächsten Saison immer eine handbreit Sprit im Tank und eine unfallfreie Fahrt.

Gruß Thomas (Gonzo) und Harald (Opazündapp)